Zinsen können Inflationsrate nicht mehr ausgleichen

Der wesentliche Charakter einer Geldanlage besteht darin, dass der Kunde mit seinem angelegten Kapitals eine Rendite erwirtschaftet. In dem Zusammenhang ist es jedoch wichtig, zwischen der Brutto- und der Nettorendite zu unterscheiden. Bei der Bruttorendite handelt es sich schlichtweg um den Ertrag, der beispielsweise in Form von Tagesgeld- oder Festgeldzinsen gutgeschrieben wird. Die Nettorendite hingegen berücksichtigt auch die Geldentwertung, die mittels der Inflationsrate gemessen wird. Eben diese Nettorendite ist es, die sich heutzutage immer häufiger im negativen Bereich befindet, sodass der Anleger keine Gewinne erzielt, sondern das Kapital schwindet. Im Mai 2015 lag die Inflationsrate beispielsweise bei 0,7 Prozent, während Kunden für viele Tagesgeld- und Spareinlagen nicht einmal mehr 0,5 Prozent an Zinsen erhielten.

Inflationsrate höher als viele Anlagezinsen

Dass die Rendite in Form der Nettorendite immer häufiger negativer ist, liegt in erster Linie daran, dass sich die Spar- und Anlagezinsen auf einem sehr geringen Niveau befinden. Dies wiederum führt dazu, dass die aktuelle Inflationsrate höher als viele Festgeld-, Tagesgeld- und Sparzinsen sind, sodass es eine negative Nettorendite gibt. Insbesondere aus diesem Grund sollten Anleger bei der Wahl der geeigneten Geldanlage sehr genau darauf achten, dass der Zinssatz oder eine andere Form des Ertrages mindestens genauso hoch wie die aktuelle Inflationsrate ist, damit eben kein Kapitalverlust entstehen kann.

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Sachwertanlagen besonders geeignet

Da insbesondere sichere Geldanlagen wieder Tagesgeld oder Spareinlagen mit einer sehr geringen Rendite ausgestattet sind, gilt es in Zeiten niedriger Zinsen für den Anleger darum, sich nach rentablen Alternativen umzusehen. Aktuell stehen diesbezüglich vor allem Sachwertanlagen im Vordergrund, da diese eben relativ unabhängig von der Inflationsrate sind und ihren eigenen Wert behalten. Zu nennen sind hier beispielsweise Anlageformen wie Gold, Immobilien und auch Aktien bieten sich an, wenn der Anleger eine Nettorendite erzielen möchte, die tatsächlich positiv ist. Zu beachten ist jedoch, dass insbesondere Sachwertanlagen oftmals nur ab einem etwas größeren Anlagevolumen geeignet sind. Wer hingegen regelmäßig Sparen möchte, kann sich am besten für entsprechende Fonds entscheiden, die zum Beispiel als Rohstofffonds oder Immobilienfonds die gewünschten Sachwerte beinhalten. Hier ist dann auch möglich, beispielsweise im Zuge eines Fondssparplans regelmäßig Geld zu sparen.

Bild: © Depositphotos.com / e_novozhilova

Oliver Schoch

Oliver Schoch

Ich bin gelernter Bankkaufmann und war über 15 Jahre bei verschiedenen Banken und in diversen Bereichen tätig. Seit mittlerweile sieben Jahren bin ich in Vollzeit als freiberuflicher Journalist und Online-Redakteur tätig. Aufgrund meines umfangreichen Wissens im Wirtschafts- und Finanzbereich konzentriere ich mich im journalistischen Segment auf diese zwei Themen.
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