Putin will Lebensmittel verbrennen lassen

Wie schlecht das momentane Verhältnis zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und der westlichen Welt ist, das macht eine mehr als zweifelhafte Aktion deutlich, die Putin befohlen hat. Der Präsident hat angeordnet, dass die beim Zoll gelagerten Tonnen von Lebensmitteln aus Deutschland, Frankreich und Italien verbrannt werden. Der Käse aus Frankreich, die Nudeln aus Italien und der Joghurt aus Deutschland sollen ein Raub der Flammen werden, was Putin aber vielleicht nicht bedacht hat, ist, dass sich sein Volk darüber empören wird.

Die Wut ist groß

In den letzten 24 Stunden haben 200.000 wütende Bürger eine Petition auf der Internetseite change.org unterzeichnet, denn sie können nicht verstehen, dass mehrere hundert Tonnen Lebensmittel verbrannt werden sollen, wo weite Teile der Bevölkerung nicht genug zu essen haben. Sie fordern, dass diese Lebensmittel, die vom Zoll sichergestellt wurden, an Rentner, Veteranen, kinderreiche Familien, Behinderte und die Opfer von Naturkatastrophen verteilt werden. Auf diese Weise könnten wenigstens diejenigen profitieren, die sich kaum noch etwas leisten können, da durch das Einfuhrverbot die Preise in die Höhe gegangen sind.

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Prominente Protestierer

In Russland ist es bekanntlich nicht so einfach, öffentlich seine Meinung zu sagen. Im Fall der stattlich verordneten Verbrennung von Lebensmitteln sieht das ein wenig anders aus, denn hier haben sich auch einige prominente russische Staatsbürger zu Wort gemeldet. So schrieb der bekannte und beliebte Fernsehmoderator Wladimir Solowjow auf Twitter, dass er es nicht verstehen kann, dass in einem Land, was in den Zeiten des Krieges und der Revolution grausamen Hunger erleiden musste, Lebensmittel einfach verbrannt werden. Auch der Verbraucheranwalt Alischer Sachidow empörte sich im Radio darüber, dass es unmöglich sei, Lebensmittel zu verbrennen, wenn 18 Millionen Russen weit unterhalb der Armutsgrenze leben müssen. Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Gennadi Sjuganow, empfahl die Lebensmittel der Kirche zu geben, die sie dann verteilen soll.

Bild: © Depositphotos.com / Pakhnyushchyy

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.
Ulrike Dietz

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