Neues Dispozinsen Gesetz beinhaltet leichte Verbesserungen

Viele Verbraucher in Deutschland ärgern sich darüber, dass sie bei der Inanspruchnahme ihres Dispositionskredites teilweise Zinssätze von mehr als zehn Prozent zahlen müssen. Wer sein Girokonto beispielsweise durchschnittlich mit 2.000 Euro überzieht, der zahlt nicht selten 200 Euro oder mehr an Zinsen im Jahr. Darüber hinaus stellt die Nutzung des Dispositionskredites durchaus für nicht wenige Kunden eine Gefahr dar, der nicht selten wird die Kreditlinie überschritten und es kommt zu einer Überschuldung. Unter anderem aus diesen Gründen hat die Regierung jetzt ein neues Gesetz beschlossen, welches allerdings nur leichte Verbesserungen beinhaltet.

Bessere Transparenz und Beratungspflicht der Banken

Es sind im Wesentlichen zwei Veränderungen, die das neue Gesetz rund um die Dispozinsen beinhaltet. Eine Neuerung besteht darin, dass die Banken dazu verpflichtet sind, die Höhe der anfallenden Dispozinsen transparent zu gestalten und dem Kunden so die Möglichkeit zu bieten, schnell und einfach Vergleiche zu anderen Banken ziehen zu können. Darüber hinaus soll es zukünftig ab einem gewissen Punkt eine Beratungspflicht der Banken geben, falls der Dispositionskredit in größerem Umfang in Anspruch genommen wird. Dies ist der Fall, falls der Kunde seinen Dispo entweder mindestens sechs Monate durchschnittlich zu 75 Prozent in Anspruch nimmt oder er sein Konto mindestens drei Monate um mehr als 50 Prozent seines regelmäßigen Geldeingangs überzogen hat.

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Deutliche Kritik an Regelung

Insbesondere Verbraucherschützer und diverse Experten kritisieren die neuen Regelungen zum Dispozins, da diese nicht ausreichend seien. So gibt es beispielsweise keine Pflicht zur Decklung der Dispozinsen, die von durchaus nicht wenigen Fachleuten gefordert wurde. Darüber hinaus tritt die Beratungspflicht der Banken erst dann ein, wenn der Dispositionskredit schon einige Monate in größerem Umfang genutzt wurde, sodass teilweise schon mehrere Hundert Euro an Dispozinsen angefallen sein können. Es gibt in diesem Bereich also sicherlich noch Verbesserungsmöglichkeiten, was einheitlichere Regelungen zu den Dispozinsen angeht.

Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

Oliver Schoch

Oliver Schoch

Ich bin gelernter Bankkaufmann und war über 15 Jahre bei verschiedenen Banken und in diversen Bereichen tätig. Seit mittlerweile sieben Jahren bin ich in Vollzeit als freiberuflicher Journalist und Online-Redakteur tätig. Aufgrund meines umfangreichen Wissens im Wirtschafts- und Finanzbereich konzentriere ich mich im journalistischen Segment auf diese zwei Themen.
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