Poststreik Ende – Endlich wieder Briefe im Postkasten

Das Warten auf verspätete Briefe, Pakete und Postsendungen hat nun ein Ende. Am Wochenende konnten sich die beiden Verhandlungspartner nach vierwöchigem Dauerstreik einigen, was bedeutet dass der Streik heute Nacht enden wird. Neben der Aufarbeitung der liegen gebliebenen Sendungen soll dann möglichst schnell auf Normalbetrieb wieder umgestellt werden. Eine freudige Nachricht, vor allem für die Bewohner im Osten Deutschlands, denn sie waren vom Streik besonders betroffen. Auch für alle anderen hat das Warten auf Briefe, Pakete und Postwurfsendungen endlich ein Ende.

Normalisierung innerhalb weniger Tage

In der Nacht vom heutigen Montag auf morgen, Dienstag, wird nun der Streik also offiziell beigelegt. Danach soll sich innerhalb weniger Tage die Arbeit in einem Großteil der Zustellbezirke nach vier Wochen wieder normalisieren. So zumindest die Ankündigung von Personalchefin Melanie Kreis, die nach dem Ende der Tarifverhandlungen noch gestern, am Sonntag, Abend vor die Presse trat und das positive Ergebnis verkündete. Die Auswirkungen des mehrwöchigen Poststreiks seien regional sehr unterschiedlich ausgefallen, doch sei es im Interesse des Unternehmens, dass die Rückstände in allen Zustellbezirken sehr zeitnah aufgearbeitet werden, so Kreis in einer Mitteilung an die DPA.

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Welche Regionen waren besonders betroffen?

Insgesamt hatten sich in den vergangenen Wochen pro Tag knapp 30.000 Beschäftigte am Streik beteiligt. Damit blieben Pakete, Postsendungen und Briefe jeden Tag liegen, nun gilt es diese Schritt für Schritt nachträglich an die Adressaten zuzustellen. Von der Post war während des vierwöchigen Streiks, der eigentlich als unbefristet angesetzt wurde, nie bekannt gegeben, welche Regionen besonders betroffen waren. Wer sich jedoch bei den Kunden und in der Öffentlichkeit umhörte, der erfuhr, dass es besonders in Ostdeutschland Probleme bei der Zustellung gegeben habe. Als Ursache ist wahrscheinlich, dass gerade in diesem Bereich der Republik kaum Beamte für streikende Angestellte einspringen konnten. Berlin und München waren aber ebenso stark betroffen, auch die Bewohner der nordrhein-westfälischen Stadt Münster beklagten, dass Briefe bis zu zwei Wochen im Verteilerzentrum liegen blieben und nicht in den Briefkästen landeten.

Die Ergebnisse der Verhandlungen im Detail

Wer sich jetzt nun fragt, ob sich der Streik der Postangestellten gelohnt hat, der sollte die Einzelheiten der Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Post kennen. Diese haben nämlich das Ergebnis, dass die Beschäftigten der Post im Oktober diesen Jahres eine Einmalzahlung von 400 Euro, ein Jahr später zum zwei Prozent mehr Gehalt als bisher und noch ein Jahr später wieder 1,7 Prozent mehr erhalten. Die Post bezeichnete den Abschluss der Verhandlungen als „Gesamtpaket, das den Mitarbeitern Sicherheit und Perspektive gibt und gleichzeitig im Unternehmen Wachstum ermöglicht“. Ein zentraler Streitpunkt neben dem Gehalt der Bediensteten selbst, waren auch die neuen Regionalgesellschaften, die im Paketdienst tätig sein sollten und schlechter bezahlt werden sollten als diejenigen Angestellten mit dem üblichen Post-Haustarif. Hier konnte sich die Post durchsetzen, die sich gleichzeitig aber dazu durchrang, das Tarifmodell nicht auf den wesentlich größeren Briefbereich zu übertragen.

Ausbau bringt tausende Arbeitsplätze

Die neuen Paketgesellschaften sollten jetzt Tausende neue Stellen bringen, verkündete die Post-Personalchefin Melanie Kreis. Der Ausbau von jetzt 6.500 auf 20.000 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 schätzte sie als sehr realistisch ein.

Bild: © Depositphotos.com / mattomedia

Maik Justus

Maik Justus

Maik Justus beschäftigt sich überwiegend mit den Themen Gesundheit, Abnehmen, Fitness sowie Wellness. Sich selbst beschreibt er als sehr Ehrgeizig. Maik ist Vater von 3 Kindern.
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