Freiheiten – Kommentar zum biometrischen Personalausweis

Heidelberg (ots) – Es sollte stutzig machen, wenn selbst Polizeigewerkschafter einer neuen „Sicherheitsmaßnahme“ zurückhaltend begegnen: Fingerausweise in jeden Personalausweis, so will es die EU-Kommission, zur Terrorismusbekämpfung. Die Frage muss gestellt sein: Wie viele Anschläge wurden zuletzt mithilfe gestohlener Personalausweise verübt? Für Waffen vom Schwarzmarkt oder aus dem Darknet braucht es sie jedenfalls nicht. Und wenn es dabei bleiben soll, dass nur die Polizei oder andere Behörden bei Kontrollen die Passdaten auslesen können, sind die denkbaren Szenarien für mehr Sicherheit überschaubar. Nun ist es nicht prinzipiell falsch, den Ausweis durch den Einschluss von Fingerabdrücken fälschungssicherer zu machen. In Deutschland geht das bereits freiwillig – und man darf wohl unterstellen, dass jeder Nutzer eines Finger-Scanners am Smartphone damit kein persönliches Problem haben wird. Eine zentrale Fingerabdruck-Datei wäre schon etwas Anderes. Bedenklich ist vor allem die Sprache des EU-Innenkommissars: Die Schrauben anziehen, bis Terroristen und Kriminelle keinerlei Chance mehr haben, ihre Taten zu verüben? Das hehre Ziel ist nur in einer Gesellschaft erreichbar, die keine freiheitliche mehr wäre.

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