USA werden zum Verwalter von Weltraum-Schürfrechte

Die US-Regierung hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, welches die USA und ihre Behörden praktisch zum alleinigen Verwalter der Schürfrechte im Sonnensystem werden läßt. Das Weltraum-Schürfgesetz soll regeln wer Eigentümer der gewonnenen Rohstoffe auf einem Himmelskörper, wie dem Mond, Mars oder eines Asteroiden ist.

Gesetz soll Schürfrechte regeln und ist heftig umstritten

Das Gesetz soll die Schürfrechte im Sonnensystem regeln und dies dürfte vor allem für den Asteriodengürtel gelten. Die Asteroiden könnten erhebliche Mengen seltener Metalle enthalten, deren Wert auf Billionen US-Dollar geschätzt wird. Die Verantwortung für das Gesetz tragen die NASA, das Pentagon und überraschend das US-Verkehrsministerium. Die NASA bezeichnete das Gesetz als »STVO für den Weltraum« und soll genau regeln wer wo im Weltraum aktiv werden darf. Der Gesetzentwurf für Schürfrechte im Weltraum befand sich seit drei Jahren gerüchteweise im Umlauf und wurde nun Realität. US-Präsident Barack Obama unterzeichnete das Gesetz zur Vergabe von Schürfrechten im Sonnensystem am 25.November 2015.

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Das Gesetz stufen Experten als heftig umstritten ein und finden es teilweise sogar illegal. Im Jahr 1967 wurde der Weltraumvertrag zwischen damals 94 Ländern geschlossen, der eine Ausbeutung des Weltalls mehr oder weniger untersagte, weil die Technologie damals noch nicht soweit war, Asteroiden zu schürfen und Edelmetalle abzubauen. Der Weltraumvertrag regelt die Erforschung und Nutzung des Alls inklusive dem Mond und aller anderen Himmelskörper unseres Sonnensystems.

Die Beanspruchung auf Eigentum, etwa auf den Mond durch einen Staat verhinderte der Weltraumvertrag. Der Mond, Mars, Jupiter und alle anderen Himmelskörper unseres Sonnensystems sind Allgemeingut und gehören Niemanden auf der Erde. Eine atomare Aufrüstung im Weltraum untersagt der Vertrag und es ist kein Verwalter von Schürfrechten vorgesehen.

USA als alleiniger Schürfrechte-Verwalter?

Im Rahmen des »U.S. Commercial Space Launch Competitiveness Act« genannten Gesetzes übernehmen die NASA, das Pentagon und die US-Verkehrsministerium die Aufgaben von Verwaltern. Die NASA entscheidet wer Minen auf Himmelskörpern errichten darf, das US-Verkehrsministerium regelt kommerzielle Weltraumflüge und das Pentagon agiert als Aufsichtsbehörde für die Sicherheit im Weltraum. Ein Unternehmen, welches zum Beispiel das seltene Helium 3 auf den Mond gewinnt, ist auch der Besitzer des gewonnen Edelgases. Praktisch werden Schürfrechte vergeben.

Wer als erstes auf einem Asteroiden landet und dort Gold schürft, dem gehört das gesamte Goldvorkommen des erschlossenen Himmelskörpers. Nach Angaben des US-Kongresses regelt das umstrittene Papier das Besitzrecht an Rohstoffvorkommen im Weltraum, jedoch nicht das Eigentumsrecht an einem Planeten oder jeden anderen Himmelskörper.

Strittig ist der Alleingang der USA bei der Vergabe der Schürfrechte. Die europäische Weltraumagentur ESA, die UNO und andere Organisationen haben sich bislang nicht zu dem Gesetz geäußert. Internationale Verträge sollen durch das Weltraum-Schürfgesetz nicht tangiert worden sein.

Billionenmarkt Weltraum-Bergbau

Der Weltraum-Bergbau gilt als neuer Billionenmarkt und es wird nicht mehr lange dauern bis erste kommerzielle Unternehmen damit beginnen werden Asteroiden, den Mond oder Mars auszubeuten. Eine Firma, die sich wohl Schürfrechte an bestimmten Asteroiden sichern dürfte, ist die US-Gesellschaft Planetary Resources, die derzeit vielversprechende Asteroiden kartografiert bei denen sich das Schürfen nach Platin, Gold und Nickel rentieren könnte. Unterstützt wird das im Jahr 2009 gegründete StartUp von namhaften Investoren wie Larry Page, James Cameron und Richard Branson.

Im Frühjahr entsandte Planetary Resources die Raumsonde Arkyd ins All. Die Sonde verfügt über ein Teleskop und soll nach erdnahen Asteroiden forschen, die ein hohes Rohstoffvorkommen an Gold, Nickel, Titan, Silber, Palladium oder Platin aufweisen.

Anfang Dezember dieses Jahres soll dann die zweite Raumsonde von der ISS gestartet werden. Die zweite Sonde wurde mit einem Infrarotteleskop ausgerüstet und soll die Temperaturen von Asteroiden messen. Als ersten Rohstoff plant die Firma die Förderung von Wasser, welches sich in den Spalten der Asteroiden befindet mit spezieller Technologie gefördert werden könnte. Das gewonnene Wasser soll anschließend mittels Aufspaltung in Sauerstoff und Wasserstoff zu Treibstoff umgewandelt werden. In der Erdumlaufbahn sollen Tankstationen für Raumschiffe entstehen. Die Technologie zum Rohstoffabbau im Weltraum möchte Planetary Resources auch auf der Erde zur Rohstoffgewinnung einsetzen.

Rund 700.000 Asteroiden existieren Forschern zufolge im Sonnensystem, wovon sich 11.000 in der Erdumlaufbahn befinden. Der Wert der Ressourcen wird auf Billionen US-Dollar geschätzt. Der Bergbau im All dürfte künftig Kriege um Rohstoffe und Energie auf der Erde verhindern, wenn die Pläne umgesetzt und die wertvollen Ressourcen abgebaut werden und die gesamte Menschheit davon profitiert.

Bild: © Depositphotos.com / Andreus

Andreas Kraemer

Andreas Kraemer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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