Vor Reisen nach Ägypten wird gewarnt

Nach den verheerenden Anschlägen auf zwei koptische Kirchen in Ägypten hat das Auswärtige Amt jetzt eine Reisewarnung ausgesprochen und weist darauf hin, dass das Terrorrisiko landesweit auch für Ausländer sehr hoch ist. Die Reisewarnung beschränkt sich nicht nur auf Städte wie Alexandria und Kairo, sondern auch auf die beliebten Ferienregionen am Roten Meer wie Hurghada.

Warnungen seit 2011

Ägypten befindet sich seit der Revolution im Januar 2011 im Umbruch und das erhöht die Gefahr von terroristischen Anschlägen und Entführungen. Das Auswärtige Amt rät Reisenden aus Deutschland, große Menschenansammlungen sowie Demonstrationen zu meiden. Auch von einem Besuch öffentlicher Einrichtungen wie Universitäten und religiösen Stätten rät das Auswärtige Amt dringend ab. Fahrten durch das Land sollten nach Möglichkeit von einem einheimischen und ortskundigen Führer begleitet werden.

Welche Gebiete sind besonders gefährlich?

Vorsicht ist in den großen Städten wie der Hauptstadt Kairo geboten, aber auch die Sinai-Halbinsel, das Grenzgebiet zwischen Israel und Ägypten sowie die entlegenen Regionen der Wüste Sahara und der Gazastreifen sollten gemieden werden, denn dort ist die Lage nach wie vor unübersichtlich und gefährlich, warnt das Auswärtige Amt in Berlin.

Kann die Reise storniert werden?

Viele, die eine Reise nach Ägypten gebucht haben, fragen sich nach den Anschlägen und der Reisewarnung, ob sie ihren Urlaub stornieren können. Grundsätzlich gilt, eine Reise kann nicht einfach storniert werden, wenn es eine Reisewarnung gibt, aber die Stornierung ist bedingt durch die Warnung einfacher. Wenn es keine Reisewarnung gibt, dann lehnen viele Veranstalter es ab, die Reisebuchung rückgängig zu machen, wenn das Auswärtige Amt aber warnt, dann zeigen sich die meisten Veranstalter kulant.

Ein anderes Ziel

Die Reiseveranstalter werden bei der Stornierung zunächst einmal versuchen, dem Kunden ein anderes Land als Ferienziel schmackhaft zu machen. Das könnten im Fall von Ägypten sowohl Marokko oder Tunesien, aber auch Portugal oder Spanien sein. Wenn der Kunde das jedoch nicht möchte, dann erstattet der Großteil der Veranstalter auch die kompletten Kosten. Die Veranstalter wollen es nicht auf einen Streit vor Gericht ankommen lassen, denn kaum ein Richter kann eine bestehende Reisewarnung einfach ignorieren.

Bild: © Depositphotos.com / ankabala

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Ulrike Dietz

Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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