China zeigt, wie der Tourismus der Zukunft aussehen kann

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Hainan ist die größte Insel Chinas und so etwas wie ein chinesisches Hawaii. Millionen von Chinesen pilgern jedes Jahr zu dieser Insel und sie zeigen, wie der Massentourismus in der nahen Zukunft aussehen kann. Die Chinesen sind die neuen Reiseweltmeister, rund 15 Millionen waren alleine im letzten Jahr auf Hainan, und die Insel hat sich darauf eingestellt, denn dort reiht sich eine Superlative an die andere.

Groß, größer, Hainan

Auf Hainan ist nichts, wie es scheint. Da gibt es die gigantische Tempelanlage, die erst zehn Jahre alt ist, aber auf alt getrimmt wurde oder die ebenfalls gigantische Statue von Guanyin, die größer ist als die amerikanische Freiheitsstatue und auf einer künstlichen aufgeschütteten Insel im Meer steht. Umgerechnet 20,- Euro kostet es, die Statue einmal anzusehen, rund vier Millionen Chinesen zahlen diesen Eintrittspreis jedes Jahr. In einem kleinen Dorf auf der Insel lebt eine kleine ethnische Minderheit der Volksgruppe Li. Auf den ersten Blick wirkt das Leben der Menschen dort authentisch, auf den zweiten Blick wird jedoch klar, dass es sich um eine Art makabres Freilichtmuseum handelt, denn die Dorfbewohner leben und arbeiten dort für Geld.

Luxus ist allgegenwärtig

Acht Golfplätze und mehr als 300 Hotels gibt es auf Hainan. An den wunderschönen Golfplätzen reihen sich die großen Hotelnamen wie Ritz-Carlton, Hilton und Mandarin Oriental nahtlos aneinander und weitere Luxusherbergen sind in Planung. Das Ziel dieses Baubooms ist klar: Es sollen möglichst viele reiche Menschen auf die chinesische Insel gelockt werden. Aus diesem Grund wächst auch der Yachthafen, in Zukunft sollen es 1300 Liegeplätze geben. Wer in der Natur übernachten will, der kann das in den Bungalows des Yalong-Bay-Tropenwaldparks, allerdings muss man immer damit rechnen, dass sich Tausende von Chinesen laut schnatternd und ständig Selfies knipsend, am Bungalow vorbeischieben.

Leer sind die auf Hainan nur die Strände und das Meer, denn Chinesen gehen weder gerne ins Wasser noch in die Sonne. Sie mögen lediglich die Aussicht und nur für ein tolles Foto gehen sie ein paar Schritte ins Wasser.

Bild: © Depositphotos.com / tangducminh

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Über den Autor Ulrike Dietz

Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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