Die schottischen Highlands – Urlaub aus dem Bilderbuch » Reise Urlaub

Wer an die schottischen Highlands denkt, der hat bestimmte Bilder in seinem Kopf: Weite Landschaften bedeckt mit Heidekraut, riesige Schafherden, geheimnisvolle dunkle Seen und eine raue Natur. Genau dieses Bild entspricht auch der Wirklichkeit, denn das Hochland Schottlands erfüllt alle Klischees. Aus den Highlands kommt der Whiskey, man kann dort hoch im Norden des Landes wunderbar wandern oder mit dem Wohnmobil die Ferien verbringen. Die Highlands sind wild und romantisch, geschichtsträchtig und einzigartig. Wer einmal dort war, der wird es nie wieder vergessen und immer wiederkommen wollen.

Die schottischen Highlands geografisch

„A’Ghaidhealtachd“ so nennen die Schotten ihre Highlands in gälischer Sprache und gemeint ist die Region zwischen dem Gebirge im Norden und im Nordwesten von Schottland, zu dem auch die Inseln der Inneren und Äußeren Hebriden sowie die Orkneys gehören. Während in den Lowlands die großen Städte entstanden und Ackerbau betrieben wurde, blieben die Highlands eine sehr dünn besiedelte Region, wenig fruchtbar und auch nicht sonderlich lebensfreundlich. Die Menschen im Hochland haben sich der Natur und vor allem auch dem immer launischen Wetter bestens angepasst, sie haben den Engländern sehr lange getrotzt und sind nach der 200 Jahre dauernden englischen Fremdherrschaft wieder zu einer eingeschworenen Gemeinschaft geworden.

Die einzigartige Kultur der Highlands

Die Hochlandschotten sind sehr geschichtsbewusst, sie pflegen mit Hingabe ihre Traditionen und Gewohnheiten, wie zum Beispiel die eigene Sprache. Zu den Highlands gehört die gälische Sprache ebenso wie das Trinken von Whiskey, das Singen der alten Lieder und das Erzählen der uralten Legenden. Cèilidh heißt diese Form des schottischen Lebensgefühls und es ist der Inbegriff von allem, was Hochlandschotten brauchen, um glücklich zu sein. Wenn sie ihre geliebten Berge verlassen, dann fahren sie nach Inverness in die Hauptstadt der schottischen Highlands. Inverness hat nur 40.000 Einwohner, was nach schottischem Verständnis schon eine Menge ist, aber als Großstadt kann man das eher verträumte und gemütliche Städtchen nicht bezeichnen. Trotzdem lohnt sich ein Besuch, denn die schmalen Gassen und die urigen Pubs haben ihren ganz eigenen Charme.

Was sollte man sich unbedingt ansehen?

Wem die uralte und fantastische Naturlandschaft der schottischen Highlands nicht ausreicht, der wird auch noch eine Menge interessante Sehenswürdigkeiten finden. Unbedingt ansehen sollte man sich das Schlachtfeld von Culloden, wo die letzte Schlacht auf britischen Boden ausgetragen wurde. Die Schlacht war so etwas wie der Wendepunkt in der Geschichte Schottlands, denn die tapferen schottischen Clans hatten gegen die Regierungstruppen aus England keine Chance. Noch heute erinnern Steine an die gefallenen Mitglieder der einzelnen Clans. Kein Besuch in den Highlands ohne eine Stippvisite am Loch Ness, dem tiefsten See in Schottland. Dort in der Tiefe soll sich ein Ungeheuer aufhalten, das zwar noch niemand gesehen hat, aber dessen vermeintliche Existenz viele Besucher anlockt. Interessant ist die Loch-Ness-Ausstellung in Drumnadrochit, wo unter anderem ein U-Boot zu sehen ist, mit dem nach „Nessie“ gesucht wurde, leider ohne Erfolg.

Auf den Spuren des Whiskeys

Die schottischen Highlands und der Whiskey gehören einfach zusammen. Auch das Wort Whiskey stammt aus der gälischen Sprache und bedeutet übersetzt so viel wie Lebenswasser. Es gibt unzählige Destillerien in den schottischen Highlands, und wer auf dem „Whiskey-Trail“ wandert, der kann nicht nur nach Herzenslust probieren, sondern erfährt auch fast alles, was man über Whiskey wissen muss. Weltberühmt ist die Region Speyside, denn von dort kommen die besten Single Malts, die sich durch ihren weichen, vollmundigen Charakter auszeichnen. Glenfiddich, Dalmore, Dalwhinnie oder auch Glenmorangie heißen die Brennereien im Hochland und jede ist einen Besuch wert. Für die richtige Unterlage vor der Verkostung sorgt das schottische Nationalgericht Haggis. Mit „neeps und tatties“ gefüllt, schmeckt der Schafsmagen zwar sehr gewöhnungsbedürftig, aber mit einem Schluck Whiskey wird der Geschmack perfekt abgerundet.

Bild: © Depositphotos.com / martinm303

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Über den Autor Ulrike Dietz

Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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