Das meist-verfilmte Gewerbe der Welt – Der Detektiv

Jeder kennt diesen Beruf oder das ganze Gewerbe zumindest aus dem Fernsehen. Der Detektiv ist in unzähligen Filmen, Serien, aber auch Kindersendungen vertreten. Doch wieso wird gerade dieser Beruf als derart spannend und actiongeladen betrachtet? Wer an den Beruf Privatdetektiv denkt, verbindet diese automatisch mit der TV-Serie „Ein Fall für Zwei“, „Die Trovatos“, dem Film „Shaft“ oder vielen weiteren Krimiserien und deren Ableger. Explosionen, Waffen und Faustkämpfe gehören hier zum Alltag. Doch entspricht dies wirklich der Realität und den alltäglichen Aufgaben eines Detektives?

Aufgaben und Alltag eines Detektivs

Wird ein Detektiv bei seiner Arbeit beobachtet, wird schnell klar, dass die meisten Filmmaterialien pure Fiktion darstellen. Verfolgungsjagden und Festnahmen sind ebenso eine wahre Seltenheit, wie der Einsatz von Waffen. Mehr als Dreiviertel der Aufträge kommen aus dem Wirtschaftssektor. Aufträge von Privatpersonen werden also verhältnismäßig selten verfolgt. Im wirtschaftlichen Sektor werden hauptsächlich Lohnfortzahlungsbetrug und Wettbewerbsverbot verfolgt und aufgeklärt. Unterhaltsbetrug und das Aufdecken von Affären hingegen sind Auftragsmandate aus dem Privatbereich. Der größte Teil der Arbeitszeit wird für Observationen und Beschattung von Zielpersonen aufgewendet. Ein weiterer großer Teil der Zeit wird für die Dokumentation und Beweissammlung benötigt. Denn alle Beweise müssen genauestens dokumentiert und festgehalten werden, damit diese vor Gericht standhalten. Als Waffen werden in der Detektivbranche höchstens eine Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv, Videokameras und Abhörgeräte angesehen. Ein Detektiv trägt also im Normalfall keine Waffe bei sich und benötigt hierdurch auch keinen Waffenschein.

Anforderung und Arbeitsverhältnis

Das Detektivgewerbe ist an und für sich ein nicht geregeltes Gewerbe. Dies Bedeutet, dass sich theoretisch jeder ohne Vorkenntnisse als Detektiv ausgeben könnte. Wer diesen Beruf aber wirklich ernst nimmt, sollte eine zweijährige Ausbildung zum ZAD geprüften Privatermittler machen. Hierbei handelt es sich um die „Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe“, welche versucht die Ausbildung zu vereinheitlichen. Wer ein solches Zertifikat vorweisen kann, erhält mehr Vertrauen von seinen Kunden und findet leichter einen Job in einer Detektei. Ein Beispiel hierfür wäre die Lentz Detektei in Frankfurt. Weitere Voraussetzungen für das Ausüben dieses Berufes sind körperliche Fitness, rechtliches Wissen und Durchhaltevermögen. Auch der Sprung in die Selbstständigkeit ist hier möglich. So wird man ganz einfach sein eigener Chef, ist somit aber auch für die eigene Auftragslage verantwortlich. Dies ist also auch sehr anspruchsvoll und es sollten zunächst Erfahrungen in bereits bestehenden Detekteien gesammelt werden. Um also sein eigener Chef sein zu können, sollte man sowohl Profi in seinem Beruf sein, als auch betriebswirtschaftlich fit.

Bild: © Depositphotos.com / nito103

Gabi Kruse

Gabi Kruse

Ich bin seit mehreren Jahren erfolgreiche Schriftstellerin und Autorin. Zu meinen umfassenden Themengebieten zählen Reisen und alle artverwandten Themen.
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