ADFC-Radreiseanalyse: Radtourismus gewinnt an Beliebtheit

Nach der Radreiseanalyse des ADFC reisten 2015 insgesamt 4,5 Millionen Bundesbürger per Fahrrad mit 31,5 Millionen Übernachtungen. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte die Zahl der Radtouristen um 11 Prozent und die Analyse verzeichnete rund 150 Millionen Tagesausflüge per Rad.

Elektrofahrräder und Flussradwege werden immer beliebter

Der Anteil der Elektrofahrräder belief sich im letzten Jahr auf 11 Prozent und das bedeutet eine Verdoppelung gegenüber 2014. Nach Angaben des ADFC sind Radtouren in den Mittelgebirgen und anderen bergigen Regionen mit dem Elektrorad somit auch für normale oder weniger trainierte Menschen machbar. Bei den deutschen Flussradwegen konnte zum 12. Mal der Elberadweg den ersten Platz für sich entscheiden, danach folgen der Weser-Radweg, der Ruhrtal-Radweg und der Donau-Radweg.
Ostseeküsten-Radweg, Rheinradweg, Mosel-Radweg, Main-Radweg, Bodensee-Radweg und Ems-Radweg sind auf den weiteren Plätzen zu finden.

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Laut ADFC sind im Urlaubsjahr 2016 besonders die Radreisen entlang der Ostseeküsten-Radwege beliebt, doch auch der Bodensee-Radweg und der Ruhrtal-Radweg konnten punkten. Als ausländische Reiseziele wurden die Länder Österreich, Italien und Frankreich sehr oft genannt, doch 82 Prozent der Radreisenden wollen ihren Radurlaub in Deutschland verbringen.

Radfahren ist gut für die Gesundheit, es stärkt die Kondition und verbessert die körperliche Fitness. In Deutschland sind die Radwege in der Regel gut ausgebaut und daher sind auch bundesweite Radreisen ein Vergnügen. Leider trifft das aber nicht auf alle Radwege zu, und so werden Radreisende gezwungen, beispielsweise am Straßenrand entlang zu fahren, was ein Risiko für Radfahrer oder Radfahrerinnen bedeutet.

Deutsche Bahn hat zu wenig Radangebote

Der ADFC sieht Probleme im Radtourismus vor allem bei der Deutschen Bahn, die zu wenige Angebote für Radfahrer hat. Die Fahrradmitnahme-Kapazitäten im Fernverkehr der Bahn seien einfach zu gering oder würden gar nicht geboten. Zahlreiche Strecken hätten zudem keine durchgehende Verbindung, dabei seien besonders die Mosel, die Ostseeküste und Füssen schlecht mit der Bahn erreichbar. Der ADFC ist der Ansicht, dass die Bahn besonders in diesem Bereich aktiv werden muss.

Im Rahmen der ADFC-Radreiseanalyse wurden 6000 Deutsche zum Thema „Radreise“ befragt. Der Analysebericht ist im Internet unter http://www.adfc.de/radreiseanalyse/die-adfc-radreiseanalyse-2016 abrufbar.

Bild: © Depositphotos.com / pressmaster

Andreas Kraemer

Andreas Kraemer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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