Deutsche Bahn baut den Marktanteil bei Fernbusreisen aus

Die Deutsche Bahn konnte ihren Marktanteil auf dem hart umkämpften heimischen Markt für Fernbusreisen seit Jahresanfang um acht Prozent von neun auf 14 Prozent steigern, berechnete das Marktforschungsinstitut Iges. Vor allem die Marke Berlinlinienbus sorgte für das Plus, weil das Unternehmen das eigene Angebot stark ausgebaut hat. Der Marktanteil der Bahntochter IC Bus hingegen liegt weiterhin bei mageren ein Prozent.

Fernbusreisen auf dem Prüfstand

Die Fernbusreisen stehen bei der Bahn aktuell auf dem Prüfstand und das Unternehmen möchte seine Strategie für den Fernbusmarkt noch in diesem Jahr neu bewerten. Das Unternehmen Flixbus ist mit 80 Prozent Marktanteil der Marktführer unter den Fernbusanbietern und sieht sich mit der österreichischen Staatsbahn als neuen Konkurrenten konfrontiert. Die Österreicher fahren seit Juli dieses Jahres mit Bussen von Österreich nach Deutschland und bieten Busreisen zum Beispiel von Berlin nach Frankfurt an.

Im Jahr 2015 wurde die höchste Anzahl Fernbuslinien seit der Liberalisierung im Januar 2013 gezählt, doch in der Zwischenzeit pendelte sich die Zahl laut Iges auf 293 Linien ein. Die Hin- und Rückfahrten belaufen sich mit Stand des dritten Quartals wöchentlich auf 4258, was einem Anstieg von 24 Prozent entspricht. Der Fernbusmarkt ist einem starken Wettbewerb ausgesetzt und erlaubt kaum Preiserhöhungen.

Der wirtschaftliche Druck auf die Anbieter steigt

Die Normalpreise pro Fahrgast und Kilometer kletterten von 9,0 auf 9,2 Cent, die Angebotspreise fielen um 0,2 Cent auf 3,6 Cent, sie sind also geringer als im Vorjahr. Nach Angaben von Iges werden die leichten Preissteigerungen den wirtschaftlichen Druck auf die Fernbusgesellschaften kaum reduzieren. Die Wirtschaftlichkeit ist nicht bei jedem Anbieter gegeben, deshalb hat sich die Post dazu entschlossen, ihre Fernbustochter Postbus an Flixbus zu verkaufen. Der Verkauf soll am 1. November 2016 erfolgen.

In Deutschland entstand der Fernbusmarkt erst im Januar 2013 und entwickelte sich schnell zu einem ernsten Konkurrenten für die Deutsche Bahn. Auf dem Land fehlt es jedoch an Fernbus-Haltestellen, deshalb müssen Reisende zum Beispiel aus Schmallenberg, erst per Linienbus mit 45 Minuten Fahrdauer zur Flixbus-Haltestelle nach Meschede fahren, um beispielsweise nach Berlin reisen zu können. Vor allem in ländlichen Regionen sollten die Fernbuslinien das Haltestellen-Netz erweitern, damit die Anfahrzeiten zu den Haltestellen minimiert werden.

Bild: © Depositphotos.com / Apriori

Andreas Kraemer

Andreas Kraemer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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