Südkorea installiert Raketenschild als Schutz vor Nordkorea

Nach einem Beschluss des südkoreanischen Verteidigungsministeriums und des Pentagon soll in Südkorea ein Raketenschild als Schutz vor Nordkorea installiert werden. Die USA und Südkorea zeigen sich zunehmend besorgt über die Raketentests, die Nordkorea in letzter Zeit verstärkt durchführt. Das Raketensystem THAAD soll zum Schutz der Bürger und des Landes eingerichtet werden, wie die Verteidigungsministerien Südkoreas und der USA am heutigen Freitag gemeinsam mitteilten. Nach fünf Monaten konnten beide Länder ihre Verhandlungen über die Installation eines Raketenschilds erfolgreich abschließen, wobei Russland und China den Gesprächen gegenüber eine ablehnende Haltung zeigten.

Raketensystem THAAD als Schutzschild

Der Name des Raketensystems THAAD bedeutet Terminal High Altitude Area Defence, und dieses Waffensystem kann Geschosse abfeuern, um Raketen selbst in großer Höhe zu zerstören. Schon im Januar hat das kommunistische Regime in Nordkorea wieder eine Atombombe getestet, es war der vierte Test einer solchen Bombe, außerdem wurden nach dem Atombombentest eine Reihe von Raketentests durchgeführt. Diese Tests verstoßen jedoch gegen die UN-Resolutionen und aus diesem Grund verschärfte der UN-Sicherheitsrat Anfang März die Sanktionen gegen Nordkorea.

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Das nordkoreanische Militär zündete trotz Sanktionen vor zwei Wochen zwei Mittelstreckenraketen des Raketentyps Musadan. Die Raketen landeten zwar im Meer, doch sie sollen eine Reichweite von 4000 Kilometern haben, und könnten die Pazifikinsel Guam treffen, auf der sich ein US-Stützpunkt befindet. Gegen den Machthaber Kim Jong-un kündigten die USA finanzielle Sanktionen an. Nordkorea drohte daraufhin mit einem Abbruch der diplomatischen Gespräche und bezeichnete die geplanten Sanktionen als eine offene Kriegserklärung.

Wie das nordkoreanische Außenministerium meldete, sollen die USA die Finanzsanktionen sofort stoppen, ansonsten würden alle diplomatischen Gespräche beendet und „äußerst starke Gegenmaßnahmen“ veranlasst. Am Mittwoch wurde Kim Jong-un auf die schwarze Liste des US-Finanzministeriums gesetzt, und zwar wegen der schweren Menschenrechtsverstöße in Nordkorea. Von den Sanktionen sind neben zehn weiteren Mitgliedern des Regimes auch fünf Verwaltungsbehörden betroffen, inklusive der Zensurbehörde, außerdem wird das gesamte US-Vermögen der Betroffenen mit sofortiger Wirkung eingefroren. Aktuell rüsten die Länder in Asien massiv auf, da Nordkorea seit Jahren droht, einen Krieg mit Südkorea zu beginnen, bisher blieb es zum Glück jedoch nur bei Drohungen.

Videos zu Nordkorea

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Bild: © Depositphotos.com / jordygraph

Andreas Kraemer

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Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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