USA – Junge Frau durch hirnfressende Amöbe gestorben

In den USA starb Anfang Juni 2016 eine 18-jährige Teenagerin, nachdem sie sich bei einem Bootsausflug ihrer Kirchengruppe mit einem lebensgefährlichen amöbenähnlichen Geißeltier infiziert hatte. Die Amöbe mit der Bezeichnung Naegleria fowleri überlebt im Süßwasser von Seen, Wasserquellen oder Flüssen. Im Sommer kommt sie zwar besonders häufig vor, doch Infektionen mit dieser hirnfressenden Amöbe werden sehr selten registriert. Das Risiko einer Infektion steigt hingegen enorm, wenn Flüssigkeit durch die Nase eingeatmet wird.

Verschlucken ungefährlich – Einatmen lebensgefährlich

Wie die Gesundheitsbehörde CDC zur Naegleria fowleri schreibt, kann man sich durch Verschlucken nicht mit dem Einzeller infizieren. Sollte er aber durch die Nase eingeatmet werden, kann die Amöbe in das Gehirn gelangen und eine für die Gesundheit hochriskante Hirnhautentzündung (Meningitis) auslösen. Nach maximal neun Tagen Inkubationszeit zeigen sich die ersten Symptome mit Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Gleichgewichtsstörungen und Halluzinationen. Der Krankheitsverlauf ist tödlich, weil über 95 Prozent der Infizierten innerhalb von fünf Tagen sterben.

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Die CDC berichtet, dass seit 1937 erst weniger als 140 Infektionen registriert wurden, eine Panik sei daher nicht angebracht und auch eine Epidemie eher unwahrscheinlich. In Australien und Frankreich gibt es ebenfalls Berichte über tödliche Infektionen mit der hirnfressenden Amöbe. Die deutschen Flüsse, Seen und Quellen scheinen selten von Naegleria fowleri befallen zu sein, und das erklärt auch, warum in Deutschland noch kein einziger Fall bekannt wurde.

Outdoor-Freizeitpark stoppt die Wildwasseraktivitäten

Der Outdoor-Freizeitpark U.S. National Whitewater Center (USNWC) hat nach dem Fall mit der 18-jährigen Teenagerin erst mal alle Wildwasseraktivitäten eingestellt. Die DNA der Amöbe wurde nach Angaben des USNWC von Fachleuten mittels eines Gentests von analysierten Wasserproben nachgewiesen. Die junge Frau scheint sich also in dem verseuchten Wasser mit dem Einzeller infiziert zu haben. Zusammen mit den Behörden möchte das USNWC jetzt beraten, wie die nächsten Schritte aussehen.

Wie der Vater der Verstorbenen gegenüber dem Nachrichtensender NBC äußerte, habe dieses Schicksal der Familie das Herz gebrochen und sie trauere um Lauren. Lauren war sehr naturverbunden und liebte die Musik. Die Trauerfeier für die Verstorbene fand am 25. Juni 2016 in der Kirche „The Church of Messiah“ in Westerville im US-Bundesstaat Ohio statt.

Andreas Kraemer

Andreas Kraemer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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