Riesige Hauswinkelspinne zieht es in warme Wohnungen » Reise Urlaub

Das milde Wetter der vergangenen Wochen lockt verstärkt die heimischen bis zu zehn Zentimeter großen Hauswinkelspinnen in die Wohnungen. Die große Hauswinkelspinne ist ungefährlich, aber ihr ungiftiger Biss kann schmerzhaft wie ein Bienenstich sein.

Hauswinkelspinne oft ungebetener Gast

Die Hauswinkelspinne ist für viele Menschen ein ungebetener Gast, weil er gefährlich aussieht, sich gerne versteckt und überraschend auftaucht. Diese Spinnenart zählt zu den Winkelspinnen und Trichternetzspinnen, die ihre Netze in die Ecken eines Raumes bauen und in einer Wohnröhre in Form eines Trichters leben. Der nachtaktive bis zu zehn Zentimeter große Achtbeiner lebt dort tagsüber und verlässt sein Netz in der Nacht. Weltweit existieren über 100 Arten von Trichternetzspinnen, wobei die Gefährlichsten in Australien beheimatet sind. Als Heimat in der Natur nutzt diese Spinnenart vor allem Steine, Böschungen und Baumstämme.

Der Biss einer Hauswinkelspinne kann ein minimales Brennen oder Rötung verursachen. Die Folgen des unangenehmen und dennoch ungefährlichen Spinnenbisses sind nach ein paar Stunden verschwunden. Zum Schutz vor Hauswinkelspinnen empfehlen sich Fliegengitter und Bürsten, die an der Türunterseite befestigt werden.

In Deutschland leiden zahlreiche Menschen unter einer Spinnenphobie, die Angst auslöst und zu Schweißausbrüchen führen kann. Der Betroffene steht einer gesichteten Spinne kurze Zeit regungslos gegenüber, verspürt ein Angstgefühl und wagt sich stundenlang nicht in den von dem Achtbeiner besetzten Raum. Eine Spinnenphobie kann selbst oder mit einer Angst-Therapie behandelt werden. Bei der Therapie der Spinnenangst wird der Betroffene direkt mit Hauswinkelspinne und anderen Spinnenarten konfrontiert, um die Angst zu überwinden.

Feind der Hauswinkelspinne ist der Weberknecht

Der Weberknecht ist trotz seiner zierlichen Erscheinung der größte Feind der bedrohlich wirkenden, aber dennoch harmlosen Hauswinkelspinne. Bei einem Kampf zwischen diesen beiden Spinnenarten siegt in den meisten Fällen der Weberknecht und die Hauswinkelspinne wird eingesponnen, um später als Nahrungsquelle ausgesaugt zu werden. Wie die Hauswinkelspinne ist der Weberknecht für uns Menschen ungefährlich und zählt zu den so genannten Zitterspinnen.

Wenn Weberknechte in der Wohnung vorhanden sind, so sollten diese Hausmeister und Bodyguards zum Schutz vor Hauswinkelspinnen nicht entfernt werden. Eine Hauswinkelspinne lässt sich relativ einfach mit einem Glas und Papier fangen. Das Glas wird über den Achtbeiner gestülpt, leicht angehoben und das Blatt Papier unter das Tier geschoben. Anschließend wird es nach Draußen in die Freiheit entlassen. Spezielle Spinnenfänger vermeiden einen direkten Kontakt mit der Hauswinkelspinne und sind besonders für Spinnenphobiker empfehlenswert. Der Spinnenfänger oder Spidercatcher verfügt über einen Greifer, mit dem die Spinne eingefangen und anschließend in die Freiheit getragen wird.

Australisches Pendant – Huntsman Spider

Das australische Pendant zur großen Hauswinkelspinne ist der Huntsman Spider mit einer Beinspannweite von bis zu 30 Zentimetern. Der Huntsman Spider gehört zur Gruppe der Riesenkrabbenspinnen, die in Australien, Neuseeland, dem Nahen Osten, Südostasien, den USA, Kanada und Mittelmeer-Regionen leben. Neben den genannten Ländern können Riesenkrabbenspinnen überall dort leben, wo sie eingeschleppt werden und die kalte Jahreszeit überstehen. In der Nähe vom Menschen lebt der Huntsman Spider gerne in Garagen, Schuppen, dunklen Ecken und selten besuchten Plätzen.

In Australien hängen Huntsman Spider sogar an den Außenwänden von Cafes an denen sich die Einwohner kaum stören, da es ein gewohntes Bild ist, während so mancher Tourist bei dem Anblick dieser Riesenpinnen erschrecken dürfte. Der Biss einer Huntsman Spider ist mit dem Stich einer Biene oder Hornisse vergleichbar. Der Schmerz und die Rötung verschwindet nach kurzer Zeit. Die Huntsman Spider wird nur bissig bei einer Provokation. Die Australier lassen sie gerne in und um ihre Häuser leben, weil sie Jagdspinnen sind und Insekten als Nahrungsquelle haben.

Bild: © Depositphotos.com / cristiangusa

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Über den Autor Andreas Kraemer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.

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