Hoover Dam wird 80 Jahre alt

Der weltberühmte Hoover Dam feiert am 30.September 2015 seinen 80.Geburtstag und war damals ein Wunderwerk der Technik. Der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt war sprachlos beim ersten Betreten der Talsperre nach ihrer Fertigstellung.

Die Bauzeit hatte sich auf vier Jahre belaufen und dabei wurden 2,6 Millionen Kubikmeter Beton verbaut. Als Standort für die Talsperre wurde der Fluss Colorado River gewählt. Die riesige Staumauer hat eine Kronenlänge von 380 Metern und gehört damals wie heute zu einem der größten Bauwerke auf unseren Planeten. Die Baukosten betrugen 108 Millionen US-Dollar, was für damalige Verhältnisse eine gigantische Summe war und heute einem einstelligen Milliardenbetrag entsprechen würde.

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Gebaut wurde der Hoover Dam im Rahmen von Roosevelt´s Wirtschafts- und Sozialreformen, die unter den Namen New Deal bekannt wurden. Ein Teil dieser Reformen war ein milliardenschweres staatliches Bauprogramm, welches die Arbeitslosenzahlen senken und die lahmende Wirtschaft wieder in Gang bringen sollte. Seit dem Börsencrash 1929 befand sich die Konjunktur der USA zu Beginn der 1930er-Jahre auf einer rapiden Talfahrt und führte zur Arbeitslosigkeit Millionen US-Bürger. Am Bau waren knapp 4000 Menschen in der Zeit von 1931 bis 1935 beschäftigt. Nach der Fertigstellung staute der Hoover Dam das Wasser des Colorado River langsam zum See Lake Mead und ist heute der weltweit größte Stausee. Die Talsperre war ein Prestigeprojekt der USA und wurde von der ganzen Nation gebührend gefeiert.

Beim Bau wurden einzelne Betonquader von 1,50 Meter Höhe verwendet, die mit einem Rohrsystem ausgestattet waren und schnell aushärteten. Die Talsperre war ein Jahr früher fertig als geplant. Benannt wurde Hoover-Dam nach Roosevelt´s Amtsvorgänger Herbert Hoover, der die Idee zum Megastaudamm bereits in den 1920er-Jahren hatte und schließlich unter seinem Nachfolger verwirklicht wurde.

Heute ist der Hoover-Dam eine Touristenattraktion und versorgt seit seiner Fertigstellung große Teile der Wüstenstädte wie Las Vegas mit Trinkwasser. Seit einigen Jahren sinkt allerdings der Wasserspiegel im Lake Mead, wodurch anhaltende Dürre im südwestlichen Teil der USA nicht gebändigt werden kann.

Bild: © Depositphotos.com / welcomia

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