Flüchtlingskrise – Seehofer wehrt sich

Alle Jahre wieder trifft sich die Landesfraktion der CSU zur Herbstklausur im Kloster Banz in Oberfranken, das diesjährige Treffen steht ganz im Zeichen der andauernden Flüchtlingskrise. CSU-Chef Horst Seehofer hat sich in sehr scharfer Form an die EU, den Bund und auch an die Länder gewandt und sie aufgefordert, endlich zu handeln.

Bayern will die Belastung nicht mehr hinnehmen

Der bayrische Ministerpräsident hat unmissverständlich klar gemacht, dass Bayern die übermäßige Belastung durch die zahlreichen Flüchtlinge nicht mehr länger hinnehmen will und fordert einmal mehr eine gerechte Verteilung innerhalb Deutschlands, aber auch innerhalb der EU. Nach Ansicht von Horst Seehofer werden die Kontrollen an den Grenzen so schnell nicht beendet und die EU müsse endlich zur Zusammenarbeit und vor allem zur Solidarität zurückfinden.

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Nichts als warme Worte

Sollte der EU-Gipfel am kommenden Mittwoch keine Ergebnisse bringen und auch wenn es am Donnerstag beim Treffen zwischen Bund und Ländern keine handfesten Entscheidungen gibt, dann werde er etwas unternehmen, sagte Seehofer. Was er unternehmen will, das ließ Seehofer allerdings offen, aber seiner Meinung nach reicht es schon lange nicht mehr aus, nur nutzlose Ortstermine wahrzunehmen und warme Worte zu finden. Es müssten Fakten geschaffen werden und das sehr schnell, denn die Flüchtlingswelle werde so schnell nicht abreißen.

Bayern ist überlastet

Zehntausende von Flüchtlingen sind in den letzten Wochen alleine in Bayern angekommen und die Verteilung auf die anderen 15 Bundesländer verläuft nur sehr schleppend. Andere Staaten in der EU nehmen nur sehr wenige oder gar keine Flüchtlinge auf und Bayern leistet nach Ansicht von Horst Seehofer die Hauptarbeit für ganz Europa. Sonntag waren 5.300 Flüchtlinge nach München gekommen und am Montag wurden noch einmal 11.000 Flüchtlinge aufgegriffen. Das Land weiß nicht mehr, wo die Menschen untergebracht werden sollen, vor allem in Niederbayern, wo kürzlich noch neue Unterkünfte geschaffen wurden, gehen langsam die Kapazitäten aus.

Bild: © Depositphotos.com / zsirosistvan

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