Skandal bei VW – die Aktie geht auf Talfahrt

VW muss sich im Moment große Sorgen machen, denn nicht nur das Image der Autobauer aus Wolfsburg hat einen großen Kratzer bekommen, auch die VW-Aktie ist tief in den Keller gerutscht. Zeitweise verlor die VW-Aktie 20 % ihres Wertes, denn viele Anleger waren tief enttäuscht von den Machenschaften des Autokonzerns.

Ein Skandal mit Auswirkungen

Eine Software mit gefälschten Daten brachte den Skandal um das Traditionsunternehmen VW ins Rollen. Um die Dieselfahrzeuge in den USA populärer zu machen und besser zu verkaufen, wurde eine Software so manipuliert, dass die Dieselwagen von VW als umweltfreundlich und schadstoffarm beworben werden konnten. Die Wagen sind aber alles andere als schadstoffarm und umweltfreundlich und als der Schwindel aufflog, kam VW-Chef Martin Winterkorn in Erklärungsnot. Bis zu 18 Milliarden Dollar hoch kann die Strafe für VW sein, aber was noch viel schwerer wiegt, das ist der Vertrauensverlust in die VW-Aktie.

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Ist Winterkorn nicht mehr tragbar?

Wenn Martin Winterkorn gewusst hat, dass in den USA mit einer manipulierten Software gearbeitet wurde, dann sollte er zurücktreten, wenn er aber nichts gewusst hat, dann ist er erst recht nicht mehr tragbar – diese Meinung vertritt im Moment nicht nur der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Winterkorn geht in die Offensive und hat sich für das Verhalten seines Konzerns entschuldigt und Aufklärung versprochen. Aber diese Taktik kommt bei den Anlegern nicht sonderlich gut an, denn sie schickten die Aktie auf Talfahrt. Bis jetzt hat VW durch den fallenden Aktienkurs rund zwölf Milliarden Euro verloren und diese Summe entspricht dem kompletten Marktkapital der Commerzbank.

Gibt es einen Domino-Effekt?

Andere Autohersteller wie zum Beispiel Mercedes, die ebenfalls auf dem amerikanischen Markt erfolgreich sein wollen, fürchten jetzt einen Domino-Effekt, denn der schlechte Ruf den VW mittlerweile hat, kann sich sehr schnell auch auf andere namhafte deutsche Autohersteller übertragen und für schlechte Absatzzahlen sorgen.

Bild: © Depositphotos.com / mybaitshop

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Ulrike Dietz

Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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