Dispozins oft noch intransparent

Die hohen Dispozinsen sind nach wie vor für viele Kunden ein großes Ärgernis. In ihrer aktuellen Ausgabe (September 2015) hat die Fachzeitschrift Finanztest wieder einmal versucht, den Dispozins möglichst vieler Banken zu erhalten. Das Ergebnis war allerdings – wie schon vorher – eher negativ. Insgesamt fragten die Tester 1.472 Kreditinstitute, wie hoch deren Dispositionszinsen aktuell sind. Besonders erschreckend ist zunächst einmal, dass von diesen knapp 1.500 befragten Banken lediglich weniger als ein Drittel, nämlich exakt 424 Banken, überhaupt bereit waren, ihren Dispozins mitzuteilen. Demzufolge waren es mehr als 1.000 Banken, die entweder gar nicht antworteten oder ihre Dispositionszinsen nicht mitteilen wollten.

Dispozins auf eigene Initiative hin oftmals nicht zu finden

Die über 1.000 Banken, die der Stiftung Finanztest nicht antworteten, waren die Basis dafür, dass die Tester auf eigene Faust herausfinden wollten, wie hoch die Dispozinsen sind. Dazu wurde insbesondere die Webseite der Banken unter die Lupe genommen. Hier fanden die Tester immerhin bei mehr als der Hälfte der Kreditinstitute den Dispozinssatz, was allerdings ebenfalls dazu führte, dass bei 446 Banken weiterhin nicht bekannt war, wie hoch deren Dispozinsen sind. Daher gingen die Tester noch einen Schritt weiter.

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In der dritten Stufe bis auf drei Ausnahmen alle Dispozinsen gefunden

In der dritten Stufe begaben sich die Tester in die Geschäftsstellen der betroffenen Banken, um dort die Höhe der Dispozinsen zu ermitteln. Hier waren sie relativ erfolgreich, sodass am Ende von insgesamt fast 1.500 Banken nur drei Kreditinstitute übrigblieben, bei denen die Tester keine Dispozinsen herausfinden konnten. Auffallend ist sicherlich, dass es sich dabei entweder um eine Raiffeisen- bzw. Raiffeisen-Volksbank oder um eine Sparkasse handelte. Ohnehin gehören insbesondere diese zwei Institutsgruppen öfter zu den Banken, die vergleichsweise hohe Dispozinsen verlangen. So gibt es nach wie vor über zehn getestete Kreditinstitute, die ihren Kunden 13 Prozent oder mehr für die Kontoüberziehung abknöpfen.

Bild: © Depositphotos.com / AGorohov

Oliver Schoch

Oliver Schoch

Ich bin gelernter Bankkaufmann und war über 15 Jahre bei verschiedenen Banken und in diversen Bereichen tätig. Seit mittlerweile sieben Jahren bin ich in Vollzeit als freiberuflicher Journalist und Online-Redakteur tätig. Aufgrund meines umfangreichen Wissens im Wirtschafts- und Finanzbereich konzentriere ich mich im journalistischen Segment auf diese zwei Themen.
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