USA: „Addyi – Viagra für die Frau“ zugelassen » Reise Urlaub

Was bisher nur der Männerwelt vorbehalten war, erobert nun auch den weiblichen Markt. Flibanserin, eine Art „Viagra für die Frau“ wurde nun in den USA zugelassen. Das Medikament gegen sexuelle Unlust kann ab Oktober gekauft werden. Trotz der Zulassung sind immer noch einige Experten nicht von der „Wunder-Pille“ überzeugt und warnen davor, dass sie nicht die gewünschte Wirkung und Sicherheit bietet.

Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA gab nun grünes Licht für die weltweit erste Pille zur Steigerung der sexuellen Lust bei Frauen. Das Medikament Flibanserin kommt im Herbst unter dem Namen Addyi auf den Markt und soll Frauen mit sexueller Unlust dabei helfen, wieder mehr Schwung in ihr Liebesleben zu bringen. Es ist speziell auf die Behandlung der sogenannten allgemeinen Hypoaktiven Sexualstörung ausgelegt und angeblich besonders für Frauen kurz vor der Menopause geeignet.

Was ziemlich einfach klingt, löst bei einigen Experten eher Stirnrunzeln statt Kichern aus. So werden vor allem die starken Nebenwirkungen kritisiert, die besonders in Kombination mit anderen Medikamenten oder Alkohol auftreten. So kann ein Gläschen Wein vor dem Liebesspiel in Kombination mit Flibanserin zu einem sehr niedrigen Blutdruck und Ohnmachtsanfällen führen. Weitere Nebenwirkungen sind Übelkeit, Schläfrigkeit und Schwindel. Gegner sind skeptisch und fragen sich, wie diese Wirkungen zur Steigerung der sexuellen Lust beitragen sollen.

Damit sichergestellt wird, dass sowohl Ärzte als auch Apotheker umfangreich über die Nebenwirkungen von Flibanserin aufklären, müssen diese zuvor ein Online-Zertifikat im Internet herunterladen. Das Schreiben verpflichtet zur Aufklärung der Patientinnen, die sich für das luststeigernde Medikament interessieren.

Flibanserin ist in der Lage, den Serotonin-Spiegel zu senken. Dieses Hormon ist für die sexuelle Unlust zuständig. Gleichzeitig steigert es die Menge der Hormone Dopamin und Noradrenalin. Beide sind für das Gefühl sexuellen Verlangens zuständig.

Das Medikament scheiterte bereits zweimal vor der FDA und wurde nicht zugelassen. In beiden Fällen – 2010 und 2013 – gab die Behörde die erheblichen Nebenwirkungen als Grund für die Ablehnung an.

Die Lust-Pille für die Frau wurde zunächst als Antidepressivum konzipiert. Das deutsche Unternehmen Boehringer Ingelheim fand jedoch in ersten Tests heraus, dass Flibanserin mehr Auswirkungen auf die weibliche Lust als auf den Gemütszustand hat und verkaufte das Mittel in die USA.

Bild: © Depositphotos.com / AGorohov

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Über den Autor Maik Justus

Maik Justus wohnt mit seiner Familie in Bielefeld. Er beschäftigt sich überwiegend mit den Themen Gesundheit, Abnehmen, Fitness sowie Wellness. Sich selbst beschreibt er als sehr Ehrgeizig. Maik ist selbst überzeugter Gesundheitsfanatiker und Fitnessfreak. Maik ist Vater von 3 Kindern.

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